Projekt EuroQSS
13 Partner treiben die europäische Quanten-Software-Infrastruktur voran, um den industriellen Einsatz zu ermöglichen – das Fraunhofer IKS koordiniert das Projekt
Auftakt für EuroQSS: Das europäische Forschungs- und Innovationsprojekt zielt darauf ab, einen offenen, interoperablen Quanten-Software-Stack zu entwickeln, der Hardware-Spezifikationen mit Abstraktion in Einklang bringt. Diese Infrastruktur soll hybride Arbeitsabläufe über verschiedene Quantencomputer und klassische Hochleistungs-Rechnersysteme hinweg unterstützen. Dreizehn europäische Partner aus Industrie und Wissenschaft beteiligen sich an EuroQSS; das Projekt läuft von Oktober 2026 bis Ende September 2029.
Das EU-Projekt EuroQSS (Universal European Quantum Software Stack) ist darauf ausgerichtet, einen einheitlichen Software-Stack in Europa bereitzustellen, der den Zugang zu Quantenressourcen erheblich vereinfacht und gleichzeitig eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen klassischen und quantenbasierten Rechenmethoden ermöglicht.
Diese gemeinsame Software-Infrastruktur wird es Unternehmen und Forschungseinrichtungen ermöglichen, Anwendungen zu entwickeln, die das volle Potenzial jeder Quantenhardware-Modalität ohne Anpassungen ausschöpfen. EuroQSS verfolgt damit einen ähnlichen Ansatz wie etablierte Softwareplattformen in der klassischen IT: Die Komplexität der zugrunde liegenden Hardware wird abstrahiert, während die Nutzer von einer einheitlichen Entwicklungs- und Laufzeitumgebung profitieren. Darüber hinaus bereitet das Projekt den Software-Stack auf zukünftige fehlertolerante Quantencomputer vor und leistet einen Beitrag zu europäischen Standardisierungsaktivitäten für Quantensoftware.
Das Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS in Garching bei München koordiniert das Projekt. Es bringt zudem Fachwissen zu hybriden quanten-klassischen Anwendungen und anwendungsorientiertem Benchmarking ein.
Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM (Kaiserslautern) konzentriert sich auf die Weiterentwicklung des robusten Hybrid-Computing-Frameworks von EuroQSS, die Verbesserung der Kernkompilierungsfunktionen und die strategische Integration von Funktionen zur Quantenfehlerkorrektur.
Insgesamt beteiligen sich 13 europäische Partner an EuroQSS, die Frankreich, Deutschland, Spanien, Schweden, Finnland, Österreich und die Tschechische Republik vertreten. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und endet im September 2029. Die EU-Fördermittel für das Projekt belaufen sich auf rund fünf Millionen Euro.
EuroQSS ist ein von der EU gefördertes Forschungs- und Innovationsprojekt mit 13 Teilnehmern: Qruise, Alice & Bob, Commissariat à l’énergie atomique et aux énergies alternatives, Airbus, Quandela (Frankreich); Fraunhofer-Gesellschaft, Airbus, HQS Quantum Simulations (Deutschland); Alpine Quantum Technologies, AQT (Österreich); FSAS Technologies (Spanien); Chalmers University of Technology (Schweden); Cybersecurity Hub (Tschechische Republik); IQM Finland (Finnland).
Letzte Änderung:
Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS