Aufbau des Fraunhofer-Instituts für Kognitive Systeme IKS

Stärkung der KI-Forschung am Standort Bayern

TUM-Präsident Hofmann, Leiterin Organisationsstrategie und Administration am Fraunhofer IKS Sickinger, Ministerpräsident Söder, Wirtschaftsminister Aiwanger und Institutsleiter Mario Trapp.
© Fraunhofer IKS/Amory Salzmann
Die Förderurkunde für das Fraunhofer IKS wird überreicht. Von links nach rechts: TUM-Präsident Hofmann, Leiterin Organisationsstrategie und Administration am Fraunhofer IKS Sickinger, Fraunhofer-Präsident Neugebauer, Ministerpräsident Söder, Wirtschaftsminister Aiwanger und Institutsleiter Mario Trapp.

Die Bayerische Staatsregierung baut aktuell sowohl die universitäre als auch die außeruniversitäre Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz massiv aus. Die Kompetenzen sollen dabei in einem KI-Netzwerk bayernweit verzahnt werden.

Als digitales Leuchtturmprojekt innerhalb des KI-Netzwerks wird das Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS am Standort München etabliert. Dieses soll personell bis 2025 auf ca. 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anwachsen. Es ist daher auch der Neubau eines Institutsgebäudes auf dem Forschungscampus Garching geplant. Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen des Institutsaufbaus werden vom Bayerischen Wirtschaftsministerium unter Staatsminister Hubert Aiwanger umfassend über einen Zeitraum von fünf Jahren gefördert.

Künstliche Intelligenz und Sicherheit im Einklang

Den Ausgangspunkt für den thematischen Institutsaufbau bilden die seit 2017 am ehemaligen Fraunhofer ESK verfolgten Aktivitäten zur resilienten Intelligenz Kognitiver Systeme. Der Fokus der künftigen Arbeiten wird dabei vor allem auf dem Software Engineering für sicherheitskritische Anwendungen in den Bereichen Autonomes Fahren und Industrie 4.0 liegen.

Der Hintergrund: Künstliche Intelligenz kann ihr volles Potenzial nur als Teil eines sicheren und zuverlässigen Kognitiven Systems entfalten. Das Fraunhofer IKS betrachtet und erforscht Kognitive Systeme daher in ihrer Ganzheit als komplexe Software-intensive technische Systeme, die ihre Aufgaben sicher und zuverlässig erbringen müssen. Dies erfordert robuste und anpassungsfähige Software-Architekturen sowie Software-Engineering-Methoden zur Absicherung wichtiger Qualitätsmerkmale wie Zuverlässigkeit und Safety. Denn nur, wenn von kognitiven Systemen, wie beispielsweise dem autonomen Fahrzeug, nachweislich keine Gefahr ausgeht, werden diese auch erfolgreich am Markt sein.

Vernetzung innerhalb und außerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft

Es ist geplant, das Institut über mehrere Professuren eng an die Münchener Exzellenzuniversitäten Technische Universität München (TUM) und Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) anzubinden. Zudem sind Kooperationen mit weiteren Mitgliedern des bayerischen KI-Netzwerks geplant. Durch die Vernetzung mit anderen Forschungseinrichtungen wie auch durch die Zusammenarbeit mit fachlich komplementär ausgerichteten Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft wird das Fraunhofer IKS seine Kompetenzen bei Bedarf teilprojektspezifisch ergänzen und ausbauen. Insbesondere ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Leistungszentrum »Sichere intelligente Systeme« geplant.

Das Projekt wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) gefördert.